Fuerza de los vientos

Angela will die Republik mit Windraedern pflastern, nach dem Motto: ‚So, ihr wollt CO2 sparen (was mit Kernkraft ganz prima klappt), dann nehmt DAS!‘ Sein wir ganz ehrlich, die Dinger verschandeln jede Landschaft. Ein grosser Windpark kann noch eine gewisse aesthetische hightech Faszination befriedigen, aber so ein paar dahin gestreute Schaufelraeder…not in my backyard! Diese Haltung kann man wie gesagt aus aesthetischen Gruenden verstehen, aber wie waere es denn mit einem schoenen Atom oder CO2 Endlager unterm Arsch? Sieht man nicht ist aber verdammt brisant!

Offen gesagt geht mir die schon leicht ‚trendige‘ Protest-Kultur genauso auf den Senkel wie ein elephantoeser Kapitalismus Arm in Arm mit der Politik. Wir werden den Atom-Ausstieg und CO2 Reduktion nicht ohne gewisse Kompromisse im Landschaftsbild bekommen. Oder lieg ich da falsch? Sollte man nicht lieber Abgas-Vermeidung foerdern, um Kohle ’sauber‘ verbrennen zu koennen? Sollte man noch mehr Solarzellen oder Spiegel in die nord-afrikanische Wueste bauen?

Meine Loesung: In Patagonien gibts immer Wind. Das Land ist praktisch leer.

Keine Anwohner, die sich ueber die verbaute Waldrandsicht beschweren. Bauen wir halt fuer zig Milliarden ein fettes Unterseekabel durch den Atlantik und prahlen mit unserer Erfuellung der CO2 Vorgaben bei EU und UNO. Ok, ich weiss, der Verlust an Strom ueber so eine lange Distanz ist erheblich und macht das Ganze unrentabel. Dann hauen wir halt noch mehr Windraeder in die patagonische Einsamkeit und exportieren den Ueberschuss in die Vereinigten Staaten von A, die ja auch bald einsehen werden, dass ihre maroden Atom-Meiler auf der St.Andreas Spalte nicht das Ende der Weisheit sind.

Gruss aus Tansania. Mein Strom kommt aus Wasserkraft.

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Eine Antwort zu Fuerza de los vientos

  1. welt2 schreibt:

    Das Unterseekabel muß nur nach Norwegen. Die St. Andreas- Spalte heißt Verwerfung. Sonst: D’àccord. Sahara- Projekt ist sicher auch gut, wenn ich auch nicht sicher bin, ob der Sand am Ende nicht vielleicht doch stärker ist. Habe gestern in einem Fernsehbeitrag einen Flug über den plastikverpackten Landstrich in Südspanien gesehen. Das kriegen wir also schon in Südeuropa hin, wenn es genug Geld bringt (im Moment werden dort Erdbeeren und Paprika angebaut, denen gegenüber Sonnenenergie noch den Vorzug hätte, nicht so viel Wasser zu verbrauchen). Und wenn wir auch das nicht wollen, geht das Ganze logistisch aufwändiger aber am Ende wahrscheinlich am schlauesten, wenn wir alle Mini- Stomerzeuger werden, die ihre Produktion in ein flexibles Netz einspeisen – Sorte je nachdem was da, wo wir nun gerade leben, am effizientesten produziert werden kann.

    Möglichkeiten gibts genug.

    Frau M. und Herrn Brüderle geht’s sowieso nur schon wieder um den nächsten Schulterschluss mit der Großindustrie. Das Schlüsselwort heißt Konversion! Wenn wir schon auf den Reibach mit der Atomkraft verzichten müssen, dann wollen wir ihn wenigstens mit der nächsten Energieform machen und dabei am Abbau, am Aufbau und an der Ausbeutung verdienen. Früher nannte man das Wegelagerei.

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